Fr

23

Jul

2010

Visionenbuch, Kapitel Drei, 5: Träumen

Palmen

Dass eine Vision nicht wirklich zu unserem Wesen und zu unseren Bedürfnissen passt, könnte ein Grund dafür sein, sie vage zu lassen. Irgendwie fänden wir es toll, auf dem Land oder auf einer Insel oder in der Karibik zu leben, und ein eigenes Unternehmen zu gründen, mit dem wir weltweit expandieren, stünde uns auch gut --- doch sind wir ganz ehrlich mit uns selbst, lieben wir weder die Einsamkeit noch die Hitze, und auch die 80-Stunden-Woche ist nicht unser Ziel.

 

Je mehr wir uns wirklich kennen (und dazu auch stehen, wie wir wirklich sind), desto unmittelbarer fließt unsere Selbsterkenntnis in unsere Vision mit ein. Es wird dann ein Prozess, der nicht zu trennen ist – während wir uns unsere Vision ausmalen, spüren wir auf, was uns von ihr entspricht und wo wir uns selber in die Irre führen. Oder wir verwirklichen unsere Visionen und erforschen im Tun unser Wesen. Ich gehe beispielsweise mit einem Theaterstück auf Tournee und erkenne dabei, dass ich notorisch gelangweilte Bahnfahrerin bin und Nähe zu meinem Partner ersehne. Es ist kein theoretischer Prozess, sondern ein Hin- und Herpendeln, bis es sich „rund“ anfühlt.

 

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