Mi
10
Mär
2010
Visionenbuch: Vorwort
Annabell Karbe
Ich möchte mit Ihnen hier an diesem Ort meine Erkenntnisse über die Visionenarbeit teilen. Seit zehn Jahren begleitet sie mich und ich habe über die Zeit viele einprägsame Erfahrungen sammeln dürfen. Da für mich das Leben der größte Lehrmeister ist, habe ich es mir zueigen gemacht, diese Erfahrungen - und die anderer, die mir mitgeteilt wurden - zu reflektieren und das Sinnhafte und Vergleichbare darin zu suchen. Dabei habe ich zwei elementare Entdeckungen gemacht, die mich faszinieren und die ich gerne weitergeben möchte.
Die erste Entdeckung ist, dass der Visionenarbeit Prinzipien zugrunde liegen,die auf alle Lebensbereiche und auf alle Übergangssituationen übertragbar sind. Das bedeutet, dass Sie, wenn Sie diese Prinzipien kennenlernen, eine Art Landkarte in die Hand bekommen, anhand derer Sie sich auf Ihrer Visionenreise orientieren können. Sie erfahren Begrifflichkeiten, die es Ihnen leichter machen, Ihre Erfahrungen einzuordnen. Es offenbaren sich Ihnen Regelmäßigkeiten, die Ihnen eine innere und äußere Struktur geben, um Ihre Visionen furchtloser zu entwickeln und sich der Visionenarbeit hinzugeben.
Die zweite Entdeckung ist - und das klingt erstmal nach dem Gegenteil von Entdeckung Nummer Eins -, dass die Visionenarbeit voller Überraschungen steckt, und ihr Ausgang jedes Mal ungewiss ist. Das beinhaltet die Ungeheuerlichkeit, dass das Ziel der Visionenarbeit nicht ist, JEDE Vision verwirklicht zu haben. Der Erfolg der Visionenarbeit zeigt sich demnach auch nicht darin begründet. Das Ziel ist nach meiner Erfahrung vielmehr, jeder Vision die CHANCE zu geben, verwirklicht zu werden. Scheitern, das Verwirklichen in anderer Form, das Abwarten, spätere Aufgreifen oder sogar das Fallenlassen von Visionen, die der Überprüfung in der Realität nicht standhalten, gehören somit zum Erfolg hinzu.
Prinzipien einerseits und Überraschungen andererseits - was kann es für eine schönere, herausfordernde Mischung geben?
Ich möchte mich auf jeden Fall beiden Entdeckungen widmen und hoffe sehr, dass ich Ihnen damit Lust auf die Visionenarbeit mache und Sie dazu ermutige, sich auf diesen Tanz der Visionen einzulassen. Wie gesagt - Visionenarbeit ist das Leben selber. Und somit zeige ich Ihnen nicht auf, wie Sie von A nach B gelangen, sondern wie Sie es schaffen, ein B zu definieren, um vielleicht bei C oder D oder auch tatsächlich bei B anzukommen, ohne das Ziel aus den Augen und den Mut zu verlieren.
2 Kommentare
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#1
Liebe Annabell, Dein Blog ist mir seit ein paar Tagen zum willkommenen Innehalten bei meiner Schreibtischarbeit geworden. Jeden Tag was zum Freuen, wenn mir gerade die Puste ausgeht. Ich fühle mich angeregt und gewärmt. Danke dafür. Ich werde weiterhin lesen, was du uns mitzuteilen hast. Ich glaube, es wird etwas in mir in Gang setzen ...
Ich wünsche dir einen schönen Tag und uns allen hoffentlich bald ein paar wärmende Sonnenstrahlen.
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#2
Liebe Christiane,
ich inspiriere Dich, Du inspirierst mich, so soll es ein! Vielen Dank für Deine Rückmeldung, die ich sehr gerne mit ins Wochenende nehme! 
