Mi
10
Feb
2010
Schlecht sein um gut zu werden
Annabell Karbe
Ich war diese Woche tanzen. Standard- und Latein. Es ist ein Hobby von mir, von dem ich die Vision habe, eines Tages sehr gut darin zu sein. Ich möchte alle Schritte mit Leichtigkeit tanzen können und mich wie eine Feder führen lassen. Nach einer mehrmonatigen Tanzpause steige ich wieder in den Unterricht ein. Montag nun ging ich mit meinem Tanzpartner zum Freien Tanzen. Ich tanzte grottenschlecht. Ich hakte bei fast jedem Schritt, blieb auf der Tanzfläche stehen, ließ mich wie ein Stück Holz durch die Gegend hieven. Es war mir peinlich. Ha!, schoss es mir durch den Kopf, ein klassischer Punkt, nun aufzuhören. Es ist nicht angenehm, in etwas schlecht zu sein. Es ist noch unangenehmer, wenn andere einem dabei zuschauen. Aber - so kam der nächste Gedanke -, manchmal muss man in etwas schlecht sein, um gut darin zu werden. Ich bin Lernende. Ich darf so viele Schritte vertanzen, wie ich vertanze, denn jeder Schritt bringt mich weiter. Solange mir die Tanzpartner nicht weglaufen, werde ich dranbleiben. Denn ich habe da so eine Vision.
1 Kommentar
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#1
und manchmal ist es auch gut, einfach nur schlecht zu sein, ohne aussicht auf besserung! kann nämlich irre spass machen...

