Di

01

Dez

2009

Inspiration von den Heilungsliedern der Lakota-Indianern

Baumreihe Annabell Karbe

Ich habe etwas Interessantes über die traditionelle Visionensuche gelernt. Der Schamane Andreas Wesemann erzählte es letzten Freitag bei einer Veranstaltung. Er stellte mit FreundInnen Lieder der Lakota vor, die sie gemeinsam gelernt haben, um sie bei Schwitzhüttenritualen singen zu können. Ein Lied handelte von den vier Himmelsrichtungen, dem Himmel und der Erde. Andreas Wesemann erzählte, dass es in der Prärie, in der früher bei den IndianerInnen die Visionensuche stattfand, keinerlei räumliche Orientierung gab. Es gab nur die unendlich erscheinende Grassteppe. Nicht Wenige haben, hielten sie sich dort auf, den Präriekoller bekommen. So sei es ganz natürlich, dass Menschen, die dort ihre Visionensuche vollzogen, nach einer Orientierung strebten und die Himmelsrichtungen dazu auserkoren. Und sie wandten sich als erstes immer an den Westen, in dem die Sonne untergeht und der für das Loslassen steht. Sie baten ihn, dass sie die Kraft haben mögen, von Altem loszulassen, um frei zu werden für das, was sich zu wachsen anschickte. Erst loslassen, um Visionen entstehen zu lassen.

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