Do

26

Nov

2009

Der leise Film von Ulla Haschen und Karl-Heinz Heilig

Eine wunderbare Inspiration für Visionen sind die Filme von Ulla Haschen und Karl-Heinz Heilig. Hier im Norden sind die "leisen" Filme der Beiden mittlerweile recht bekannt, eine Fangemeinde wartet mit Neugierde auf den nächsten Film. Alles ist besonders an ihrem Unternehmen - die Inhalte ihrer Filme, die Menschen mit ihren Visionen und Lebenswegen ins Zentrum stellen, die Machart ihrer Filme, die mit leisen Tönen und gemächlichem Erzählen zum entschleunigten Zuschauen herausfordert, die Finanzierung ihrer Filme, bei der Privatpersonen einen Großteil des Budgets beisteuern und die Präsentation der Filme - Ulla Haschen und Karl-Heinz Heilig touren mit ihnen durch Norddeutschland und machen den Filmabend zu einem sehr persönlichen Erlebnis.

 

Diese Woche habe ich den neuesten Film, "Ein Leben in Kladde", gesehen. Er lässt den Oldenburger Ingenieur Marius Eriksen sein Leben erzählen und entfaltet dabei sein Lebenswerk. Wieder habe ich gestaunt, wie lehrreich eine Einzelbiografie sein kann, wie kräftigend, von den Visionen und den Versuchen eines anderen zu hören. Im Raum schwang eine andächtige, fast heilige Atmosphäre mit, eine Verbeugung vor einem Mann, der sich feinsinnig und bemüht mit etwas Größerem verbindet.

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