Mo
16
Nov
2009
Wer hat die Vision?
Annabell KarbeIch habe letzte Woche an einer kleinen Messe teilgenommen, auf der ich meine Visionenarbeit vorstellen konnte. Um mich herum hatten andere Anbieterinnen und Anbieter ihre Stände aufgestellt und boten kurze Beratungen an. Über den Tag konnte ich die Besucherinnen und Besucher beobachten, wie sie von Stand zu Stand gingen und sich beraten ließen, und ich selber nutzte die Pausen, die Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen. Dabei wurde mir bewusst, dass es bei denen, die die Beratungen in Anspruch nahmen, eigentlich immer um den Wunsch geht, Hilfe für den eigenen Weg und für anstehende Entscheidungen zu finden. Auch bei der Visionenarbeit geht es ja um die Frage, nach welchen Zielen ich meinen Lebensweg ausrichten möchte. Was für ein sensibles Feld! Wie schnell kann immer wieder die Sehnsucht in uns entstehen, jemand anderes möge uns die Antwort auf unsere Fragen geben. Oder sie oder er möge uns zumindestens bestätigen, ob das, was wir uns einbilden zu sehen oder zu wissen, auch wirklich die richtige Vision, der richtige Weg, die richtige Entscheidung sei. Entweder eindeutig verbal, oder durch ein Zeichen, das wir zu deuten wissen. Aber wo entstehen Visionen? Wo sind die Antworten wirklich verborgen? Ich befürchte, niemand kann uns die Arbeit abnehmen, in uns danach zu suchen. Es gibt hilfreiche Anregungen und Impulse von außen, auch Methoden, die eine Brücke zu unserem inneren Wissen bauen. Auch ich biete diese Brücken mit meiner Visionenarbeit an. Aber immer dann, wenn jemand anderes behauptet, die Antwort für uns zu wissen, wird es heikel. So gut es den Suchenden gegenüber gemeint ist.

